Sonntag, 14. Januar 2018

Nordbayerischen Hallenmeisterschaften - Oberkotzauer Mädchen Tabea Neudert und Ann-Sophie Stamm holen Silber

Ann-Sophie Stamm und Tabea Neudert

Mit einem vergleichsweise kleinen Aufgebot starteten die Leichtathleten des BLV-Kreises 3 Oberfranken Ost in die kurze Hallensaison 2018. Bei den Nordbayerischen Titelkämpfen der Männer, Frauen und Jugend U18 in der Leichtathletikhalle in Fürth waren vier Medaillenplätze mit zweimal Silber und zwei Mal Bronze eine ordentliche ‚Ausbeute’.

In der Männerklasse lieferte Florian Spieler (IfL Hof) eine exakte Kopie seines Wettkampfs vor Wochenfrist in Chemnitz. Mit 7,85 Sekunden auf der Kurzdistanz über 60 Meter blieb der 33-jährige Senior erneut deutlich unter der 8-Sekunden-Barriere. Im Weitsprung kam Spieler erst ab Versuch vier richtig auf Touren. Nach drei schwächeren Durchgängen unter sechs Metern lief es erst im vierten Anlauf richtig rund und mit 6,19 Meter egalisierte der Hofer seine Jahres-Hallenbestmarke von Chemnitz. Auch mit den Sprüngen fünf und sechs über jeweils 6,09 Meter blieb Spieler im Soll. Der 6,19-m-Satz allerdings war gleichbedeutend mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren.nach seiner ersten Bronzemedaille bei den Nordbayerischen, ließ Spieler acht teilweise bis zu 15 Jahre jüngere Konkurrenten hinter sich.

Daniel Rosenberg (ZV Feilitzsch) gab über 1500 Meter nach dem Trainingslager in Portugal eine respektable Vorstellung. Siebeneinhalb mal müssen die 200-m-Hallenrunden gelaufen werden und in 4:10,53 Minuten war der 29–jährige Bundeswehrsoldat als Achter von seiner Bestmarke ‚unter Dach’ nur zwei Sekunden entfernt. Valentino Masi (SpVgg Bayern) hatte die Trainingswoche in Portugal noch nicht richtig verdaut. Nach verheißungsvollem Auftakt ging der 18 -jährige Student 250 Meter vor dem Ziel vom blauen Kunststoffoval.
Stabhochsprung-Senioren-Vize-Hallen-Weltmeister Ingo Mühlhöfer (LGF/SG Marktredwitz) schlug sich in der Männerklasse beachtlich. Immerhin war die Konkurrenz des 37-jährigen ‚Rawetzers’ bis zu 20 Lenze jünger. Mühlhöfer sprang in Anfangshöhe von 4,00 Meter auf Anhieb. Bei 4,10 Meter hatte er zweimal Probleme mit dem Anlauf , erst im ‚dritten’ erwischte er den Absprung zwar richtig gut, aber mit dem weicher werdenden Stab tauchte er unter der Latte durch. Die übersprungenen 4,00 Meter reichten aber sicher zur Bronzemedaille.

In den Wettbewerben der weiblichen Jugend U18 heimste die LG HOF gleich zwei Silbermedaillen ein. Und zweimal waren es Oberkotzauer Mädchen, die für das Vizemeister-Double sorgten. Ann-Sophie Stamm (ATSV Oberkotzau) nutzte im Dreisprung die Gunst der Stunde und sicherte sich im dritten Anlauf mit 9,85 Metern den zweiten Platz in der Landesmeisterschaft. Im Hochsprung verabschiedete sich Stamm mit nur 1,50 Meter als Sechste aus dem Wertbewerb. Für die 1,85 Meter große ‚Floperin’ müssen andere Maßstäbe gelten. Richtig tolle Stunden erlebte in Fürth Tabea Neudert (ATSV Oberkotzau) im Stabhochsprung. Die noch 14-jährige (Jahrgang 2003) Überfliegerin lieferte sich mit der gleichaltrigen Franziska Hollmer (SWC Regensburg) einen packenden Zweikampf. Die Entscheidung fiel bei 2,80 Meter, die Hollmer im zweiten Versuch übersprang, während Neudert einen dritten Anlauf benötigte. Bei 2,90 Meter war Neudert im Dritten schon fast drüber – die Latte wackelte – und fiel dann doch zu Boden. Tabea war dem Sieg „extrem nah“, sagte ihr Trainer Jürgen Grießhammer, musste sich dann doch knapp geschlagen geben. Von .einer „Niederlage“ kann bei Höhengleichheit von 2,80 Meter keine Rede sein, Holler hatte an dem Tag von Fürth einfach das Glück der ‚etwas Tüchtigeren’. Aber Vizemeisterin als W15-Starterin in der U18, noch dazu mit neuer persönlicher Bestleistung, ist einfach super, ergänzte Coach Grießhammer.

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