Samstag, 17. Januar 2015

Bayerische Hallenmeisterschaften in München - Valentino Masi bayerischer Vizemeister über 1500 Meter, starke Leistungen von Christoph und Isabell Jahreiß

Isabell Jahreiß

Der Nachwuchs der LG Hof hat sich bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 und U16 (AK15), 1500 m auch U18, in München blendend geschlagen. In der Werner-von-Linde- am Olympiagelände der Landeshauptstadt erfüllte der LGH-Nachwuchs alle Vorgaben der Trainer, die dann auch mit Lob nicht geizten.

Die 14-jährige Isabell Jahreiß (ATSV Oberkotzau) sicherte sich im dritten Zeitvorlauf über 60 Meter der weiblichen Jugend U16, AK15, mit einem locker herausgelaufenen ersten Platz in 8,11 Sekunden die Finalteilnahme. In der Entscheidung der besten acht kam Isabell auf den ersten drei Schritten etwas zu langsam in Fahrt, belegte aber in 8,10 Sekunden dennoch den vierten Platz. Höher einzuschätzen ist der ebenfalls vierte Rang im Weitsprung. Obwohl die Oberkotzauerin seit Oktober des vergangenen Jahres nicht mehr im Freien trainiert hat, landete Isabell im vierten Durchgang bei respektablen 5,02 Meter; zu Bronze fehlten läppische acht Zentimeter. Auch da sind noch Reserven drin, insbesondere dann, wenn Isabell den Balken genau trifft, meinte Coach Pöhland. In München hob sein Schützling meist 10 bis 15 Zentimeter vor dem Brett ab!

Über 1500 Meter der männlichen Jugend U18 hat Valentino Masi (SpVgg Bayern) gleich bei seinem ersten Start in der neuen Klasse Zeichen gesetzt. Im gemeinsamen Rennen der U20 / U18 konnte Valentino auf der 7 ½-Rundendistanz gut mithalten. Nach 600 Meter forcierte die ältere Konkurrenz der U20 das Tempo und zog davon. Im starken Verfolgerfeld passierte ein Dreierblock mit Masi die 1000-Meter-Marke in 2:57 Minuten. Auf den letzten 500 Metern zeigte Masi seine kämpferischen Fähigkeiten und musste sich am Ende in 4:23.53 Minuten nur dem ein Jahr älteren Robin Adelwarth (TV Erkheim – 4:22,80 min) knapp geschlagen geben. Silbermedaille gewonnen, 3,5 Sekunden Zeitverbesserung gegenüber den ‚Nordbayerischen’ von Fürth – es geht wieder aufwärts, so Coach Willi Wehner.

Christoph Jahreiß (ATSV Oberkotzau) ließ in den Sprints der männlichen Jugend U20 bereits nach seinem Auftaktsieg im sechsten Zeitvorlauf in 7,25 Sekunden hoffen. Im Finale behauptete der knapp 18-jährige Bruder von Isabell mit sehr starken 7,18 Sekunden einen ausgezeichneten fünften Rang mit knappen Rückständen von drei bzw. 11 Hundertstelsekunden auf die Positionen vier und drei. Platz fünf gebührt Jahreiß auch in der Rangfolge aller Zeitendläufe mit insgesamt 15 Kandidaten. Seit 20 Jahren war kein Sprinter der LG Hof mehr so flott, Jonas Schubert ausgenommen, unterm Hallendach dabei, kommentierte Sportleiter Udo Jahreiß die Leistung seines Neffen. Und Coach Pöhland verwies auf die ungünstigen Trainingsmöglichkeiten in den Wintermonaten ohne Leichtathletikhalle, zudem strebt Christoph ein neues Ausbildungsziel an. Über 200 Meter waren Jahreiß (24,05 s) und Soeren Rubner (PTSV- 24,15 s), der sich gegenwärtig auf sein Abitur vorbereitet, für das B-Finale qualifiziert; beide verzichteten.

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